Die inoffizielle Bandgründung & wie die Band funktioniert

Im April 2011 ging Holger nach London. Zum Glück für uns, denn dort entstanden die ersten Texte. „Tortured“, „Save the Vinyl“ und den „Schlachthofboogie“.

Nach Holgers Rückkehr im Sommer jamten Philipp und er. Um sich zu finden, coverte man die üblichen Verdächtigen: Cash, Cochran, Stray Cats und Ähnliches. Und es funktionierte! Stephan spielte am Anfang auf Töpfen und Wäschekörben – sehr amüsant!

Holger schrieb noch mehr Texte und die ersten Melodien schossen uns auch durch unsere Köpfe. „Save the Vinyl“ war der erste Song, der komplett stand, dicht gefolgt von „Tortured“ und dem „Schlachthofboogie“.

Die inoffizielle Bandgründung war Anfang 2011. Inoffiziell deshalb, weil wir noch keinen Proberaum und keinen Bandnamen hatten. Es entstand ein erstes Set-Up mit Liedern, die man später live covern könnte und eine Liste mit möglichen Bandnamen. Für die eine Liste brauchten wir 10 Minuten, für die andere mehrere Stunden. Zu covern gab´s massenhaft, aber die Vorschläge für die Bandnamen waren rar – auch nach 3 Stunden Kopfzerbrechen. Und fast alle davon gab es bereits in ähnlicher Form, meistens von Rock-Cover-Bands. Wenn man nicht mehr weiter weiß, frag man seine Freundin und Holgers Holdeste erstellte ebenfalls eine Liste mit möglichen Bandnamen. Darunter tauchte auch „The Armadillos“. Doch auch diesen Namen hatte bereits – wie sollte es auch anders sein – eine Coverband. Irgendwie kamen wir dann auf „Armed Armadillos“.

Der Bandname war da, Texte und Melodien vorhanden: Nun musste dies zu Liedgut verarbeitet werden, doch dazu benötigten wir einen Proberaum. Tja, und das war das Problem. Bei Philipp konnten wir jedenfalls nicht mehr proben, da sich die Nachbarn bereits beschwert hatten.

Ende des Jahres ist Stephan nach Leipzig gezogen, sodass wir zwar komplett aber als Band obdachlos waren.

Wie funktioniert die Band?

Was ist uns wichtig? Wer macht was und warum? Und was wollen wir überhaupt nicht? In jeder Band gibt es ein System, so auch bei uns.

Viele Bands haben einen Chef – wir versuchen es anders. Auch wenn jeder von uns sagt, es wäre „seine“ Band, was natürlich mehr Angeberei als die Wahrheit ist. Jeder macht das, was er am Besten kann. Philipp komponierte die Melodien, Holger schreibt die meisten Texte und Stephan ist für Technik und die Finanzen verantwortlich. Wir probieren es ohne Chef – jede Stimme hat das gleiche Gewicht. Bei manchen Dingen, zum Beispiel welche Texte wir nehmen, reicht die Mehrheit. Bei Anderen, zum Beispiel wo wir auftreten, braucht´s 100 Prozent.

Wir singen über alles, was uns in den Sinn kommt, außer über Politik und Religion. Natürlich hat jeder von uns seine eigene Meinung und die Nachrichten sehen wir auch, aber für Politik und Religion ist bei den Armed Armadillos kein Platz! Man muss nicht zig Lieder gegen Rechts schreiben, um gegen sie zu sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.